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Wenn Recht haben und Recht bekommen leider zweierlei Dinge sind

 

Zugegeben gibt es viele juristische Fragen, bei denen man sich auch als Laie eine grobe Meinung bilden kann, wie der jeweilige Fall unter Berücksichtung aller Faktoren vor Gericht zu entschieden ist. So ist Müttern zum Beispiel oft klar, dass ein Unterhaltsanspruch besteht. Und doch urteilen Richter dann oft doch anders. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Anspruch zwar besteht, aber der Mobilspionage Vater finanziell einfach zu schlecht da steht. Denn im Recht sein alleine reicht leider nicht und Recht haben und Recht bekommen laufen nicht immer auf das gleiche Ergebnis heraus. Aber wie ist diese Tatsache zu erklären? Warum handelt es sich hier of um zwei Paar Schuhe?

Jeder Fall ist anders- das Gesetz muss erst interpretiert werden

Zum einen lässt sich diese Phänomen so erklären, dass Recht immer eine Frag der Auslegung ist. Denn ein jedes Gesetz wurde vom Rechtsgeber schließlich extra so geschrieben, dass es möglichst viele Fälle, die in die gleiche oder ähnliche Kategorie fallen, abdeckt. So enthält der Wortlaut des Gesetzes dann auch immer Begriffe und Phrasen, die vom jeweiligen Richter immer wieder neu ausgelegt werden müssen. Beispiele gibt es hier zur genüge: Was ist zum Beispiel mit „unzumutbar“ oder „wichtiger Grund“ gemeint? Dies wird von den verschiedenen Parteien natürlich in ihrem jeweiligen Interesse interpretiert werden und der Richter muss letztendlich festlegen, was als Standard für „unzumutbar“ und einen „wichtigen Grund“ im jeweiligen Fall gelten darf. Auch wenn solche und andere Phrasen also nicht zu 100 Prozent klar definiert sind, so sind Richter doch ans Gesetz gebunden und müssen es nach bestem Wissen und Gewissen auslegen. Andererseits ergibt sich durch diese nicht genau definierten Formulierungen aber auch ein gewisser Interpretationspielraum, wodurch Richter das Recht in jedem Fall wieder aktiv neu mitgestalten.

 Wie Anwälte Recht haben und geben können

Für Anwälte und deren Klienten bedeutet das natürlich, dass der Ausgang eines Prozesses immer etwas ungewiß ist. So überrascht es dann auch nicht, dass ein Mandant, dem der Anwalt gesagt hat, dass er Recht habe, am Ende nicht immer unbedingt Recht bekommt. Trotzdem muss man aber sagen, dass der Mandant auch nicht komplett der Willkür des Richters bei der Interpretation solcher Begriffe ausgeliefert ist. Denn die obersten Bundesgerichte setzen sich doch immer mehr verstärkt für die Rechtssicherheit ein und diktieren daher wie bestimmte Begriffe auszulegen sind. Trotzdem besteht in der Auslegungsfähigkeit des Gesetzes eben ein gewisses Restrisiko, so dass der Ausgang eines Falles vorher nur selten akkurat abzusehen und einzuschätzen ist.

 

Das Problem der Beweisführung

 

Weiterhin sind Recht haben und Recht bekommen auch deshalb nicht das Gleiche, weil ein Urteil vor Gericht nur anhand der Zeugenaussagen und vorgelegten Beweise erfolgen kann. So reicht die Aussage des Opfers, welches natürlich weiß, dass es Recht hat, allein nicht aus, damit das Opfer vor Gericht auch Recht bekommt. Denn wenn die Indizienlage einfach nicht ausreichend ist und vielleicht auch keine Zeugen vorhanden sind, dann sind die Richter die Hände gebunden. Schließlich war er bei der Tat nicht vor Ort dabei und kann so nur anhand der ihm vorgelegten Fakten urteilen. Außerdem kommt es auch immer wieder vor, dass Zeugen ihre Aussage entweder verweigern oder eine unbemerkt Falschaussage machen. Ist dies der Fall, so kann dies natürlich dazu führen, dass derjenige, der in Wirklichkeit eigentlich Recht hat aufgrund der falschen Sachlage leider diese eben nicht bekommt. Vor diesem Problem ist leider niemand gewahrt und so lange dies der Fall ist, werden Recht haben und Recht bekommen sich in der Praxis leider weiterhin oft von einander unterscheiden. Dieser Artikel wurde von finanziell gesponsort.

 

In Rechtsfragen deshalb unbedingt einen Anwalt zu Rate ziehen

 

Auch wenn man also immer Gefahr läuft, einen Prozeß vor Gericht dann doch zu verlieren, auch wenn es eigentlich eindeutig klar sein sollte, dass man Recht hat, so kann man dieses Risiko doch ungemein minimieren, wenn man schlau ist und einen Anwalt zu Rate zieht. Denn gerade in der Frage der Auslegung des Gesetzes kann dieser seine Expertise leihen und entsprechende Recherche betreiben. So kann der Fachanwalt bereits vor einem Gerichtstermin für seinen Mandanten die Erfolgschancen prognostizieren. Und trotzdem muss man doch sagen, dass auch bei so guter Vorbereitung der Ausgang bis zur Beendung der Verhandlung immer noch mit gewissen Unsicherheiten verbunden ist, die sich leider nie zu 100 Prozent vermeiden lassen.

 

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